Zu Beginn der Inter-Saison haben wir uns in den Trainings gut vorbereitet. Uns wurden die Angriffssysteme eingebläut und wir haben noch ein neues dazugelernt. Es waren permanent 10-14 Spieler in den Trainings und davon profitierten wir auch während den Spielen. Wir hatten extra noch ein Training eingebaut, um uns noch besser auf die Spiele vorbereiten zu können. Obwohl vier Spieler ausfielen, haben wir uns wacker geschlagen und platzieren uns zusammen mit dem BC Baden auf den zwei letzten Rängen. Diese Ausfälle waren zuerst unser Hauptproblem, da drei unserer Center ausfielen (Timo spielte nur bei den ersten Partien mit).
Da die meisten gegnerischen Mannschaften grosse Mitspieler auf dem Platz hatten, war das „Ausboxen“ in der Defensive der Kernpunkt, um an die Rebounds zu gelangen. Weiter waren die gegnerischen Guards auch meist schneller als die unseren und wir mussten dementsprechend Abstand geben. Entweder war dieser zu gross und der Wurf sass, oder der Gegner zog zum Korb, machte den Punkt oder erhielt das Foul. Coach This wies uns immer zu Beginn jedes Spiels auf diese zwei Punkte hin. Auf die 24-Sekunden-Regel haben wir nie trainiert, nur ein Probespiel gegen die Herren-Mannschaft, in denen die Gegner „Full-court press“ spielten. Dort hatten wir oft Schwierigkeiten den Ball nur schon über die Mittelinie zu bringen, geschweige einen sauberen Abschluss zu finden.
Während den Spielen trafen wir öfter auch auf Zonendeckung. Zu Beginn wussten wir nicht, was wir tun sollten und konnten nur wenige Punkte machen. Meistens wurde dann ein Time-out von Coach This genommen, um uns zu erklären, wie wir gegen diese Art Verteidigung angreifen sollten. Viel passen, Schnitt spielen und so die Verteidigung auseinander reissen, damit es Platz gibt, um zum Korb zu ziehen. Meist wurde der Center mit dem Ball in der Ecke gedoppelt und der Pass zurück an den Flügel erschwert. Nach dem ersten Zusammentreffen mit der Zonendeckung schauten wir den Angriff gegen eine solche im Training an. Wir spielten dann in den folgenden Spielen meist souverän gegen die Zonendeckung, so dass der Gegner gezwungen war zwischen dieser und der Manndeckung zu wechseln.
Während den Spielen hatten wir, wie immer, eine gute Phase und den Erwartungen entsprechend, mehrere schlechtere. Im allerersten Spiel in der Inter-Liga waren wir durch das ganze erste Viertel voll konzentriert, zeigten kaum Schwäche und es zeigte sich, dass die Gegner nicht überirdisch stark waren, sondern schlagbar. Meist war unsere schwache Phase zu Beginn des Spiels oder direkt nach der Halbzeit. In diesen Vierteln kassierten wir die meisten und machten am wenigsten Punkte. Es gab Spiele, in denen wir stark spielten, doch die anderen Mannschaften hatten ein höheres Niveau, bis auf Baden. Unsere Schwerpunkte der Saison waren auf die Spielen gegen den BC Baden gesetzt, den anderen Aufsteiger. Beim Hinspiel hatten wir öfters Pech. Wir trafen die freien Korbleger, Würfe, Freiwürfe nicht, verteidigten schlecht und liessen so hinten viele Punkte zu. Schlussendlich unterlagen wir Baden mit nur einem läppischem Punkt (71:70). Beim Rückspiel begann Coach This die Ansprache wie folgt: „Jungs, dies ist das letzte Spiel der Saison.“ Alle nachfolgenden Ansprachen begannen mit diesem Satz, begleitet vom schmunzeln der Mannschaft.
Zuhause gingen wir dann härter an die Sache, waren das ganze Spiel durch voll konzentriert und machten unsere Sache. Wir wurden mit einem Sieg belohnt, dem einzigen, den wir diese Saison erzielten (82:76). Durch diesen kleinen Aufschwung, nahmen wir den Rest der Niederlagen recht locker hin, aber gaben nie auf! Wir spielten weiterhin konzentriert, so gut es ging und machten unsere Sache.
Ohne unsere Stammcenter Stefan, Timo und Dejan fiel uns das spielen reichlich schwer. Wir hatten nur mittelgrosse Spieler auf deren Positionen stellen können, die ihre Sache recht gut machten. Insgesamt hatten wir drei „Hauptcenter“ (Philipp, Yannick, Jari) die so lange wie möglich auf dem Feld bleiben sollten, doch wenn diese auf der Bank Sassen, hatten wir noch zwei Spieler (Gäbe, Jan) die auch auf deren Positionen ab und zu spielten.
Rückblickend kann man sagen, dass es eine weniger erfolgreiche Saison war, aber doch eine Erfahrung, die niemand im Team vergessen wird. Eine Saison in der Inter-Liga zu spielen. Es hat der Mehrheit des Teams mehr Spass als Verdruss gebracht, trotz den vielen Niederlagen (11 Niederlagen, 1 Sieg).
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